Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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und ernſt in's Auge; dann aber ſagte er plötzlich und beſtimmt:

„Nein— ich irre mich nicht— ich kann mich nicht irren— Sie ſind Eduard Hohburg's Frau— mein eigener Name aber iſt Mac Do⸗ nald!“

„Großer Gott!“ rief die Frau, und fuhr er⸗ ſchreckt von ihrem Sitze empor, aber nicht der Bewegung des Fremden bedurfte es, ſie zurückzu⸗ halten. Wie von Schreck gelähmt, ſank ſie wieder auf ihren Platz, und barg das Antlitz an dem Haupte des Kindes.

„Ich hatte mich nicht geirrt,“ ſagte Mac Do⸗ nald da leiſe.„Der Name weckt nur zu wohl alte Erinnerungen in Ihnen; Erinnerungen vielleicht, die ſich mit Abſcheu an den Mann knüpfen, der

jetzt an Ihrer Seite ſitzt und ſich doch, trotzdem daß die Welt ihren Stab über ihn gebrochen, keiner böſen— keiner ſchlechten That bewußt iſt. Mehr aber noch drängt es mich jetzt, mein Herz gegen Sie auszuſchütten. Sie ahnen nicht, was das heißt: keinen Menſchen zu haben, dem man ſein Leid klagen, von dem man verſtanden werden kann.— Sie wiſſen nicht, wie dem Unglücklichen zu Muthe iſt, der allein und freundlos hinaus⸗ geſtoßen in Jammer und Elend, Schmach und Schande auf ſein Haupt gehäuft ſieht, und keine