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vollkommen wohl zu fühlen ſchien, und der armen Frau mit Thränen in den Augen für ihre Liebe und Sanftmuth dankte, hatten ſeine Fieberphan⸗ taſieen doch in deren Seele einen ſcharfen, ſchmer⸗ zenden Stachel zurückgelaſſen. Dunkle Worte waren es geweſen, die den Lippen des Bewußt⸗ loſen im wilden Traume entflohen, und eines Verbrechens hatten ſie den Kranken angeklagt. Freilich konnte die arme, in Angſt und Sorge an ſeinem Bett wachende Frau den Sinn der wilden Anklage nicht näher verſtehen, aber ihr Herz füllte es doch mit neuer Noth, und von dem zur Be⸗ ſinnung Zurückgekehrten verlangte ſie jetzt Rechen⸗ ſchaft über das, was ihm die Seele bedrücke, und ſeinen Träumen jene furchtbare, entſetzliche Fär⸗ bung gegeben.
Mit niedergeſchlagenen Augen und bleichen Wangen horchte der Mann der Anklage; aber der ſcheu abgewandte Blick, ſo viel er auch in ſich ſelber bekennen mochte, weigerte ſich der Frage Rede zu ſtehen.
„Ich weiß nicht, was Du willſt,“ flüſterte er mit leiſer Stimme;„was ich im Fieber geſchwatzt, war Unſinn— tolles Zeug— ſoll ich mich jetzt noch darauf beſinnen können?“
„Es war mehr als das, Eduard,“ ſagte die Frau, die mit gefalteten Händen vor ihm ſtand


