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ſeinen furchtbaren Banden auf ſeinem Lager feſt. Mit wahrer Engelsgeduld pflegte ihn dabei ſein Weib, beſchwichtigte das Kind, das ſich vor dem Vater zu fürchten begann, und kühlte die bren⸗ nenden Schläfe, die zitternden trockenen Lippen des Kranken. Nur wenn er in ſeinen wilden Phantaſieen nach Branntwein— immer nur nach
Branntwein rief, um ſeinen ſengenden Durſt zu 5
löſchen, brach ſie oft ſchaudernd an ſeinem Bette in die Kniee, und Gebet und Thränen waren dann nur im Stande, dem armen gemißhandelten Herzen Luft zu geben— Linderung zu ſchaffen. Erſt am Abend des zweiten Tages kam er wieder zu voller Beſinnung, ſchlief die Nacht ſanft und ruhig und fühlte ſich am anderen Tage wie neugeſtärkt und von ſeiner Qual erlöſt. Die eigentliche, nur durch den übermäßigen Trunk der letzten Zeit hervorgerufene Krankheit war dadurch allerdings abgeſchüttelt, aber ſie auf immer zu bannen, dazu gehörte freilich mehr als kurze Ruhe; dazu gehörte ein feſter, energiſcher Wille, dem Trunk auf immer zu entſagen. Nur Mäßig⸗ keit, und ein regelmäßiges nüchternes Leben wa⸗ ren im Stande, dieſes furchtbare Uebel gänzlich zu heben, und zu verhindern, daß es den gemiß⸗ handelten Körper endlich zerſtöre. Wenn er ſich übrigens jetzt ſelber auch wieder


