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Habe manche lange Nacht ſchon im Buſche ge⸗ ſchlafen.“
Er ſetzte den Hut wieder auf und wandte ſich ab.
„Ihr ſeid kein Engländer,“ ſagte da die Frau, und ihre Stimme klang hohl und heiſer. Es war, als ob ſie die Worte nur mühſam über die Lippen brachte.
„Nein,“ ſagte der Mann,„aus einem andern Lande.“
„Ihr ſeid ein Deutſcher— Euer Name—“ fuhr ſie heftiger fort—„iſt auch nicht Miller.“
Erſtaunt drehte ſich der Fremde nach ihr um, als ſie auf ihn zutrat, ihn am Handgelenk ergriff und nach der Thür der Hütte zog.
„Nicht Miller?“ rief der Angeredete erſtaunt, faſt erſchreckt—„und Ihr?“— aber die Frau antwortete ihm nicht— mit zitternder Hand zog ſie ihn hinein, unter den dunklen Bäumen fort an das Licht, das auf dem Tiſche brannte. Hier drehte ſie ſich raſch nach ihm um, ſchaute ihm wenige Secunden mit ſtierem forſchendem Blick in’s Angeſicht. Plötzlich ließ ſie ſeinen Arm los, barg ihr Geſicht in den Händen und ſank laut ſchluchzend an dem Stuhle in die Kniee.
„Louiſe!“ rief da der Fremde und mußte ſich


