hinein, und— der Teufel kann ihn wieder herausholen, wenn's ihm Spaß machen ſollte.“
„Wenn Ew. Gnaden mit dem Leichnam fertig ſein,“ ſagte der Kleinere in einem höchſt artigen Flüſtern,„ſo möcht' ich gern meinen Oberrock wiederhaben. Wir gruben den— Gegenſtand in der Nacht aus, und wickelten ihn hinein. Hoffen, daß er ihnen behagen wird, Sir— iſt ſeit der Zeit noch nicht wieder aufgeweſen.“
Ravoni winkte mit der Hand, und die Leichenräuber ſchlichen aus dem Saal.
Jedes Auge war jetzt auf den bleichen Mann geheftet— man erwartete einen Ausbruch ſeiner hinreißenden Bered⸗ ſamkeit, irgend eine Einleitung des Geheimnißvollen, das hier dem hellen Tag eröffnet werden ſollte; aber kein Wort kam über ſeine Lippen. Schweigend begann er den Körper zu enthüllen, und vorher ein kleines Käſtchen mit Inſtru⸗ menten, das neben ihm auf dem Tiſche ſtand, überſehend, zog er langſam die Falten des weiten Rockes von dem Leichnam.
Todtenſtille herrſchte. Jedes Auge erblickte die Leiche, und jedes Herz erſtarrte vor Furcht und Schrecken. Ravoni ſelbſt fuhr, bei dem fürchterlichen Anblick derſelben, erblei⸗ chend zurück. Dann war die erſte, lähmende Angſt über⸗ ſtanden, und ein wilder Schrei des Entſetzens durchzitterte das Gebäude.
Dort— dort— auf dem Secirtiſch lag der Leichnam, 2*


