Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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213 Mundes; einer Mutter Schmerz kündet ſich aber ebenfalls in der gefurchten Stirn, in der erbleichten Wange, in dem glanzloſen Auge und in der zitternden Lippe— es iſt die Sprache des Grames, der ſich tief in das innerſte Herz ein⸗ gefreſſen hat.

„Vater— Mutter!“ rief Byrnewood, von ſeinem Sitz emporſpringend;—„ein ſeltſames Geheimniß preßt mir mein Hirn. Ich bin entweder das Opfer einer fürchter⸗ lichen Phantaſie, oder es erwartet mich— uns Alle, eine Wirklichkeit, die noch entſetzlicher als der Tod ſelbſt iſt. Sogar in dieſem Augenblick, gleiten Formen und Geſtalten vor meinem inneren Auge vorüber, deren Schleier ich nicht wagen darf gegen Euch zu lüften. Du weißt, Vater, wie ich Marien liebe, wie ich ſie ſtets geliebt habe— Du weißt, wie ich gern und freudig mein Leben für ſie hingäbe— ſo vertraue mir denn jetzt die Entwickelung dieſes Geheim⸗ niſſes. Wenige Stunden länger müſſen ſie froh und glück⸗ lich wieder in Euere Arme zurückführen, oder— dieſen fürchterlichen Verdacht, der mich jetzt wahnſinnig zu machen droht, beſtätigen.“

„Aber ſage auch Du mir, Byrnewood,“ rief Mr. Ar⸗ lington,„wo Du ſelbſt in dieſen ſechsunddreißig Stunden geweſen biſt! wo—“

„Frage mich nicht— frage mich nicht—“ bat der Sohn mit bebender Stimme.„Um Mariens Willen frage