13
ihr Lächeln ins Gedächtniß zurückzurufen; aber vergebens — Alles— Alles iſt dunkel.
„Sieh Kind, Du weißt ja, ſie ſtarb wie Du noch klein, ſehr klein warſt, und denke Dir nun, Mabel, welche Sorge und Noth Du ſeit der Zeit Deinem Vater gemacht haſt; wie er Dich aufzog im Herrn, und Dein junges Herz mit ſeinen göttlichen Lehren erfüllte. Denke an dieß, mein Kind, und dann überlege Dir wie Unrecht Du gethan, das Dach zu verlaſſen, das Dir von Jugend auf Schutz gewährte. Vergieb dieſe Thräne mein Kind, aber— ich kann mir nicht helfen.“
Der ehrw. Bruder Pyne war tief gerührt, und wenn je ſein öhliches Geſicht mit einem Ausdruck innigen Gefühles erglühte, ſo war es in dieſem Augenblick. Mabel ſah einige Secunden beklommen, verlegen zu ihm empor, und um⸗ ſchlang dann, in einem plötzlichen Ausbruch ihres Gefühls, ſeinen Nacken.
„Vergieb mir, theurer Vater, vergieb mir!“
„Vater!“ echote eine heiſere Stimme, und Teufels⸗ käfer, mit einem Präſentirteller in ſeiner Hand, glitt durch die halbgeöffnete Pforte, und näherte ſich dem Licht.
„Hören Sie, Bruder Pyne, hier iſt der heiße Kaffee, den Sie beſtellt haben, heiße Kuchen obendrein.“
Dabei ordnete er die gebrachten Gegenſtände auf dem weißen Tuch, das er vorher über den Tiſch breitete.
„Hohoho— alſo das Mädchen fällt ihm ſchon von ſelbſt


