Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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Träumen nicht hingeben— Peſt— das Ding macht mich ordentlich zuſammenſchaudern— und doch ſind ihre Lippen ſo reif wie eine Maikirſche; wo zum Henker nur Teufels⸗ käfer mit dem Tranke bleibt.“

„Oh laßt mich ein, um's Himmelswillen,“ flehte die Träumende, ihre Hände bittend emporhebend;—„öffnet Euere Thüre— er verfolgt mich— er— mein Vater, und — ich fürchte ihn mehr als das Grab.“

„Mabel— Mädchen! hör' doch mit dem unſinn auf!“ rief Paſtor Pyne jetzt in einem weniger ſanftmüthigen Ton, indem er der Jungfrau Schulter rauh und heftig ſchüttelte.

Mabel öffnete langſam ihre Augen, und ſtarrte mit wildem, erſchrecktem Blick in das Antlitz des Mannes.

„O thu' mir kein Leides, Vater!“ bat ſie, flehend ihre Hände zu ihm emporhebend. 8

„Dir ein Leides!“ rief Pyne, kaum im Stande den Aerger zu unterdrücken, der in ihm, während der letzten Phantaſieen der Schlafenden aufgeſtiegen war;„ rede doch nicht ſolch' närriſchen unſinn, Mabel; wer ſoll Dir ein Leides thun wollen! was legſt Du Dich denn da hin, und träumſt ſolch' verwirrtes Zeug! habe ich Dir nicht eine Heimath verſchafft, wo Du Dich von den unglücklichen und tollen Gedanken, die Dir ſeit Kurzem das Hirn ver⸗ wirrten, erholen ſollteſt! Verſcheuche jenen unglückſeeligen Traum, meine Tochter, oder räume ihm wenigſtens nicht eine ſo entſetzliche Gewalt über Dich ein.“