Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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„Mabel,“ flüſterte er jetzt, während ſeine Stimme ih⸗ ren ſchmeichelndſten Ton annahm;„Mabel— wache auf, mein Kind!“

Die Jungfrau bewegte ſich in ihrem Schlaf, öffnete aber die Augen nicht, nur, ſobald die gedämpften Laute des ehr⸗ würdigen Mannes ihr Ohr berührten, die Hände unwill⸗ kürlich und ängſtlich über dem Buſen zuſammenlegend, murmelte ſie wild und erſchreckt in ihrem Schlaf, als ob ſie von einem entſetzlichen Traum befangen ſei, doch mit leiſer, kaum hörbarer Stimme:

„Ha— die Thür iſt verſchloſſen— ſein Schritt iſt auf den Stufen— rette mich, Allmächtiger— er kommt— mein Vater— Hülfe— wer ſchützt mich vor ihm— Vater, o habe Erbarmen— Deine Stimme lehrte mich zuerſt zu Gott bitten, und jetzt flüſtert ſie Sünde und Verderben in mein Ohr— Deine Hände falteten die meinen zuerſt zum Gebet, und jetzt— o Gott— o Gott—“

„Erwache mein Kind!“ rief der ehrwürdige Mann, während er unwillkürlich erbleichte.

„Zurück, ſag' ich!“ ſtöhnte die ſchlafende Jungfrau; „zurück, oder ich ſetze mit dieſer Lampe die Bettgardinen in Brand— zurück— laß mich zur Thür— oder— ha— die Thür iſt erreicht— hu, wie kalt die Nacht iſt— meine Füße bluten— ich bin gerettet.“

„Mabel— erwache!“ rief Bruder Pyne mit finſter

zuſammengezogener Stirn;—„Du ſollteſt Dich ſolchen III. 2