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dazu beſtimmt war, bei Tage einen matten Lichtſtrahl herein⸗ zulaſſen.
Nahe zum Feuer lehnte in einem weich gepolſterten, mit dunkelem Sammet überzogenen Armſtuhl, ein ſchönes, aber marmorbleiches Mädchen. Das Licht der Lampe fiel ſanft auf ihre ſchlanke, jungfräuliche Geſtalt, und umfloß die engelmilden, nur blaſſen Züge, während über die Schläfe und den Nacken hinab, volle, rabenſchwarze Locken nieder⸗ wallten.
Ihre kleinen, weißen Hände waren feſt und faſt krampf⸗ haft auf dem Herzen gefaltet, und die weiten Falten des ſchneeigen, ſie wie ein Leichentuch einhüllenden Nachtkleides wurden leiſe und regelmäßig durch das ſanfte Wogen ihres Buſens gehoben.
So ſehr aber glich die Schönheit des holden Weſens, das ſchlummernd in Unſchuld und Seelenreinheit mitten in der Peſthöhle der Quäkerſtadt ruhte, einem ſüßen, heiligen Traum, daß ſelbſt Altamont Pyne, von einem eigenen Schauder durchbebt zurückſchrak, als er auf das liebe, bleiche Antlitz ſeiner Tochter niederſchaute.
„Mabel iſt wahrhaftig reizend,“ murmelte der fettge⸗ ſichtige Paſtor, mit ſeinen wäſſerigen Augen in ſinnlicher Gluth auf die Jungfrau hinſtarrend;—„es iſt faſt ſchade ſie aufzuwecken; doch— Bruder Teufelskäfer wird gleich kommen, und den Trank bringen— ſie darf nicht länger ſchlafen.“


