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das Andenken an ſein namenloſes Verbrechen— zu vertil⸗ gen. Es war vergebens, eine unbezwingbare Angſt trieb ihn zurück zu ſeinem Opfer, und er ſtand aufs Neue im Roſen⸗ zimmer.
Es war ein wunderbarer Anblick, den Bruder dort mit der Schweſter im Arm knieen zu ſehen, und dennoch gab der Verführer durch keinen Blick, durch keine Miene ſein Er⸗ ſtaunen, oder ſeinen Schreck zu erkennen.
Eine heftige Gemüthsbewegung hatte des Wüſtlings Seele erfaßt, als er, von Bruder und Schweſter unbemerkt in dem Eingang ſtand, und mit leeren, bewußtloſen Blicken auf ſie hinüberſtarrte— Sein Antlitz hatte ſeine Farbe ver⸗ loren, ſeine weißen Lippen zitterten vor innerer Erregung und ſeine Hände griffen wild und ungewiß in die leere Luft, als ob er mit einem unſichtbaren Feind kämpfe.
Ein einziges Wort der Erklärung, wird die folgende Scene dem Leſer deutlich machen.
Von Geſchlecht zu Geſchlecht war der männliche Theil von Lorrimers Familie, plötzlichen, wildausbrechenden Phan⸗ taſieen, ja oft halb wahnſinnigen Anfällen unterworfen ge⸗ weſen, die ſo ſchnell und ungeahnt kamen, wie ſie in ihrer Dauer fürchterlich und entſetzlich waren. Stets folgten ſie einem Uebermaaß von Freude, Aerger, Schmerz oder Lei⸗ denſchaft, und vom Vater auf den Sohn, ſeit ſeine Vorfah⸗ ren mit dem Stifter von Penſylvanien hier herüberkamen,


