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auf ſein unglückliches Opfer mit überträgt. Nein Marie glaubte in der ſinnlich erwachten Leidenſchaft des theueren Mannes einen böſen Feind erſtanden zu ſehen, der nicht ſo⸗ wohl ihre Unſchuld vergiften, ſondern ſogar die Liebe zer⸗ ſtören wollte, die ſie für Lorraine fühlte. Und nicht für ſich ſelbſt— nein für Jenen fürchtete ſie das Verbrechen, das ſchon aus den blutdurchſchoſſenen Augen, aus dem ganzen Weſen des Geliebten auf ſie niederglühte. 3
„O Lorraine— um des Heilands willen rette— rette mich.“
1 Sie faßte ſeine Hand und riß ſie mit zitterndem Bangen an ihre Lippen und ihre Bruſt.
„Marie— dieß iſt Wahnſinn,“ rief dieſer, und entriß ihr mit rauher Gewalt die Hand, im nächſten Augenblick aber riß er ſie mit kräftigem Griff vom Boden empor und hob ſie— die vergebens ſich Sträubende in ſeine Arme.
„Marie— Du— biſt mein!“ ziſchte er in ihr Ohr und ihr Angſtſchrei klang ſchauerlich von den prachtvollen, im ſanfteſten Roſenlicht erglühenden Vorhängen wieder.
Ein leiſes heiſeres Lachen, wie ein Knurren faſt, ward in dieſem Augenblick im Eingang gehört, und die widerliche Geſtalt des Teufelskäfers ſchlich mit lautloſen Schritten in das Gemach— ſtahl die flammende Kerze von dem Tiſch und verſchwand mit demſelben teufliſchen Kichern wie er gekommen.


