Teil eines Werkes 
1. Bd. (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13 höchſt wunderbaren und abentheuerlichen Wendungen hin und herſtrichen.

Der größte der Beiden, eine edle ſchlanke Geſtalt mit feurigen, wenn auch jetzt freilich etwas erloſchenen Augen, offener Stirne, rabenſchwarzen Locken und kleinem, dunkelm Schnurrbart, den Hut kühn und unternehmend auf dem ei⸗ nen Ohr, das Halstuch locker und den Mantel, trotz der keineswegs milden Luft, halb zurück über die Schultern ge⸗ worfen, war Lorrimer, Mr. Guſtav Lorrimer, von den Frauen nicht ſelten der„ſchöne Lorrime“ genannt. Plötzlich blieb er ſtehen, drehte ſich in einer ſchnellen Wendung gegen den erſt kürzlich gewonnenen Freund, der ihn unter dem Namen Byrnewood vorgeſtellt war, und ſagte, während er ſich halb vertraulich halb Unterſtützung ſuchend auf ſeine Schulter lehnte, lachend und jubelnd:

„Sieh dort— Byrnewood— zwei Kirchthürme, ſon⸗ derbare Wirkung des Mondſcheins— ſehr— ſehr ſonder⸗ bare Wirkung und— kommt Dir das nicht auch wunderlich vor, daß das ſchilderhausartige Ding da drüben über die Straße taumelt, und— und dem Laternenpfahl eins ver⸗ ſetzen will, weil er ihm— hol mich der Teufel, Byrnewood, ich glaube, weil er ihm Geſichter geſchnitten hat, der ver⸗ dammte Pfahl.“

Der alſo angeredete Gentleman machte ſich vor allen Dingen von dem Arm ſeines Freundes los, be⸗ nutzte den einen kleinen Theil ſeiner ihm gebliebenen Zeit,