Teil eines Werkes 
2. Bd. (1853)
Entstehung
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Aber wer rennt dort in wilder Eile, Mütze und Schnupftuch um den Kopf ſchwenkend, und zur nicht geringen Unterhaltung der Umſtehenden, rufend und ſchreiend, auf der Levée hin, ruft, bis er nicht mehr rufen kann, winkt, bis ihm die Kraft fehlt noch einen Arm zu bewegen, und ſetzt ſich dann, da er ſieht daß ſich das Boot immer weiter entfernt und all ſeine Mühe, Eile und Angſt vergebens war, verzweifelnd und die Hände ringend auf den Schiffsballaſt, der am Ufer aufgeſchichtet liegt?

Es iſt ein armer Deutſcher, erſt vor drei Tagen aus dem Vaterlande hier angekommen, der nach Miſſouri hinauf will und deſſen ganze Familie, eine ſchwangere Frau mit drei noch nicht erwachſenen Kindern und ihre altersſchwache Mutter, die ſie nicht allein in der alten Heimath zurücklaſſen wollte, ſich

auf dem dort in nebliger Ferne mehr und mehr ver⸗

ſchwindenden Boote befindet.— Viele fragen ihn warum er ſich ſo anſtelle, Viele lachen über ihn, Ei⸗ nige bedauern ihn— er ſelbſt ſitzt, theilnahmlos und ſtarr vor ſich hinſehend, dabei— er verſteht kein Engliſch, alſo auch nicht ihre Fragen, ihren Hohn oder ihr Bedauern, das nur verſteht er, daß er allein, verlaſſen, elend in der fremden Stadt zurückge⸗ blieben iſt, und die, die ihm noch angehören und