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werden, andere zarte Bande als Magnet zu be⸗ trachten, die ihn hieher ziehen könnten? Selikoff hat Ihnen einmal, ehe er ſich ſo ganz nach Ralphen's
hinzog, entſetzlich die Cour gemacht.“
„Nein, da thun Sie Fräulein von Zahbern unrecht, Herr Baron,“ rief der Geheime Medici⸗ nalrath, ihre Partei ergreifend,„diesmal iſt das gnädige Fräulein nicht allein vortrefflich unter⸗ richtet, ſondern intereſſirt ſich auch aus vollkom⸗ men uneigennützigen Abſichten für den jungen Ruſſen. Allerdings iſt dieſer über ſeine ſich früher geſetzte Zeit ausgeblieben— wahrſcheinlich hat er nicht früher nach*es zurückkehren können— jetzt weiß ich aber beſtimmt, daß er in vier⸗ zehn Tagen wieder hier eintreffen wird, um— der Reſidenz ſeine junge Frau vorzuſtellen.“
Fräulein von Zahbern ſah vor ſich nieder und flüſterte:„Nun, mein Herr Medicinalrath, ſo weit iſt die Sache denn doch eigentlich nicht.“
„Allerdings, mein gnädiges Fräulein— Par⸗ don, wenn ich Ihnen widerſpreche. Die Trauung wird am 17. dieſes Monats mit der jungen Fürſtin Orlikoff vollzogen werden.“
Fräulein Francisca wurde leichenblaß; im näch⸗ ſten Moment aber auch ſchon zog ſich ein höh⸗ niſches Lächeln um ihre Lippen, und ſie erwiderte:
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