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davon gekommen,“ kaute der Geheime Medicinal⸗ rath mit ſeiner breiten Stimme und einem ver⸗ gnügten Grinſen.
„Aber woher weißt Du das?“ ſagte ſeine Frau.
„Woher, mein Schatz?— als ob ein Mann in meiner Stellung nicht Alles wiſſen müßte!“
„Alles?“ lächelte die Frau Geheime Medi⸗ cinalräthim und warf ihrem Gatten einen ſpöt⸗ tiſchen Snbtic zu.
„Alles, mein Kind,“ beſtätigte ihr Mann, „und daher weiß ich denn auch, daß eben dieſer Georg Bertrand vor etwa drei Wochen drei ganze Tage lang im Hauſe des Grafen Geyerſtein war und dort mit ſeinem Kinde gewohnt hat.“
„Mit ſeiner Tochter?“ rief von Silberglanz raſch.
„Mit ſeiner Tochter. Sie ſcheinen auch in der Familie näher bekannt.“
„Aber, Herr Medicinalrath,“ rief Fräulein von Zahbern,„davon ſollten wir in der Reſidenz gar nichts erfahren haben?“
„Daß es Ihnen entgangen iſt, mein gnã⸗ diges Fräulein, wundert mich ſelber,“ bemerkte der Geheime Medicinalrath;„aber ſeine Abreiſe ſtand mit der der Gräfin Geyerſtein in genaueſter
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