zeit nicht beſſer anzuwenden weiß, als anderer Leute Töchter die Köpfe zu verdrehen?“
„Excellenz,“ ſagte der junge Mann, in einem wahren Taumel von Glück und Seligkeit, ohne jedoch die noch immer an ihn geſchmiegte Melanie aus ſeinem Arm zu laſſen,„ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß ich in dieſem Augenblicke ſelber nicht weiß, wo mir mein eigener Kopf ſteht— ich bin zu glücklich, zu ſelig, Sie auch nur...“
„Um Deinen Segen zu bitten, Papa!“ flüſterte Melanie, ſich ihm entwindend und zum Vater eilend, an deſſen Hals ſie flog.„Ich war ein böſes— böſes Kind, Papa, und habe viel, gar ſehr viel gut zu machen; aber,“ ſetzte ſie mit herz⸗ lichem Tone hinzu, indem ſie dem Ueberglücklichen die Hand entgegenſtreckte,„auch eine ganze Lebens⸗ zeit vor mir, es zu vollbringen.“
„Dann nehmt von ganzer Seele meinen Segen,“ ſagte der alte Herr gerührt.—„Sie, Graf, war ich gewohnt, ſeit langen Jahren als mit zum Hauſe gehörig zu betrachten, und daß Sie die letzten Monate ſich dem ſo entfremdeten, hat mir weh gethan. Die Sache hattet Ihr Beiden mitſammen⸗ auszumachen, und nur die Pläne, die Eure Mama — aber alle Teufel, weiß denn die Mutter ſchon
um dieſes Bündniß, das die beiden kriegführen⸗ Gerſtäcker, Der Kunſtreiter. III. 12


