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lange warten und ſich langweilen laſſe, und in der Zeit hat der meine eigene Tochter beim Kopf und antichambrirt auf die Art nach Herzensluſt. Was machen Sie da, Geyerſtein?“ „Excellenz!“ „Er hat mich gebeten, Väterchen,“ ſagte da Melanie, unter Thränen lächelnd, während ſie ihre Stellung nicht verließ und nur etwas den Kopf gegen den Vater wandte,„doch ſein Fürſprecher zu ſein, daß Du ihm ſeine Entlaſſung aus eeeſchen Dienſten bewilligteſt. 3 „Das ſieht beinahe ſo aus,“ lachte der Kriegs⸗ Miniſter,„und Entlaſſung aus dem Dienſte? Was⸗ fällt dem Herrn Major denn jetzt auf einmal ein, den Dienſt zu quittiren, in dem er ſich als Rittmeiſter ſo lange Jahre wohlbefunden?“ „Major?“ rief Graf Geyerſtein, erſtaunt den Kriegs⸗Miniſter anblickend, der ein großes, mit einem mächtigen Siegel petſchirtes Couvert in der Hand und ihm lachend entgegenhielt.
„Da auf dem Ding,“ rief er dabei,„ſteht we⸗ nigſtens die Ueberſchrift groß und breit, dem Ma⸗ jor Grafen Wolf von Geyerſtein, von des Fürſten eigener Hand geſchrieben. Den Herrn Major werde ich jetzt aber auch um eine Erklärung bitten
und beſonders fragen müſſen, ob er ſeine Warte⸗


