Er hat mir ſeine Karte gegeben, und ich habe ihn ſo lange in das Beſuchszimmer geführt, aber es iſt dort nicht eingeheizt.“ 1
Georgine ging zur Thür, ſchob den Riegel zurück und nahm die Karte, die ſie leiſe las: „Baron Hugo von Silberglanz?“
„In des Herrn Barons Zimmer iſt es noch warm,“ fuhr dabei die Wirthſchafterin fort,„aber da hinein durfte ich ihn ja doch nicht bringen, denn da liegen immer ſo viele Papiere herum, und der Herr Baron hat's auch nicht gern.“
„Nein— verſteht ſich,“ ſagte Georgine, die Karte noch immer kopfſchüttelnd in der Hand; „ſchicken Sie mir doch das Mädchen, daß es hier
ein wenig aufräumt, und gehen Sie dann zu dem
fremden Herrn hinüber und bitten ihn, ein wenig zu verziehen— nachher bringen— Sie ihn hier in mein Zimmer.“
„Soll gleich beſorgt werden, gnädige Frau,“ ſagte die Wirthſchafterin, indem ſie geſchäftig nach ihrem Schlüſſelbund griff—„und doch wohl ein Bißchen Frühſtück beſorgen, wenn es ein alter
Bekannter iſt?“—
„Frühſtück?— ich weiß es nicht— warten Sie damit, bis ich klingeln und darnach verlangen
werde— ich kenne den Herrn gar nicht.“


