Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
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Die Wirthſchafterin ging, und Georgine blieb in einem eigenen Zuſtande von Zweifel und Stau⸗ nen zurück.

Baron Silberglanz? ſagte ſie leiſe,iſt das nicht derſelbe fade Menſch, der mich in»es mit ſeinem zudringlichen Weſen verfolgte, und was hätte den hieher zu uns geführt? So viel ich weiß, kennt ihn Georg gar nicht und ſollte er mich ſuchen? aber woher wüßte er, daß ich hier bin? Ha, vielleicht iſt er ein Bekannter des Grafen Geyerſtein und bringt Aufträge oder Briefe von ihm.Geyerſtein, ſagte ſie, ſich auf ihr Sopha werfend und den Kopf in die Hand ſtützend, dieſer räthſelhafte Menſch ernſt und kalt in ſeinem ganzen Aeußern und doch ſo herzlich gegen Georg. Und ſollten die Beiden wirklich doch welchen Grund könnten ſie haben, es mir zu ver⸗ heimlichen mir, der Frau des Einen aber in welcher Verbindung ſtehen ſie dann zuſammen? Das Hausmädchen kam herein, räumte die Stube auf und verließ das Zimmer wieder, wäh⸗ rend Georgine ihren Gedanken nachhing, bis ſie durch Stimmen auf dem Gange zu ſich ſelber ge⸗ bracht wurde. Es war der Fremde, den ihr die Haushälterin zuführte.