Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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227 wollen wir indeſſen einmal die Gemeinde aufbie⸗ ten und ſehen, ob wir nicht herausbekommen kön⸗ nen, was aus ihm geworden iſt. Weit kann er auf keinen Fall geſtern mehr gelaufen ſein, und iſt ihm ein Unglück paſſirt, ſo müſſen wir ihn ganz in der Nähe finden.

Die Gemeinde wurde zuſammengerufen; als Sammelplatz gab es aber natürlich keinen andern und paſſendern Ort, als den Krug, und hier füllte ſich indeſſen auch die Gaſtſtube mehr und mehr mit eintreffenden und eifrig debattirenden Bauern. Sobald die Gemeinde vollzählig war, wollte man ausrücken. Der hatte aber noch Dies, Jener Das zu Hauſe zu thun; Andere waren auf dem Felde draußen und mußten erſt hereingeholt werden, und die Leute im Wirthshauſe konnten indeſſen ihre Zeit nicht beſſer verwerthen, als daß ſie Bier tranken und ihre Pfeifen in Brand hielten.

Das Geſpräch drehte ſich dabei natürlich aus⸗ ſchließlich um denfaulen Tobias, ſein früheres und ſein jetziges Leben, ſeine guten und böſen Seiten, und man kam, tootz allen ſeinen Fehlern, doch zu dem Reſultate, daß man wünſchte, es möchte ihm kein Unglück geſchehen ſein. Im Stillen hoffte freilich doch ein Jeder, daß er nicht

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