Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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wieder zum Vorſchein käme, denn er war in der letzten Zeit dem Dorfe eine Laſt geworden.

Eine volle Stunde war mit ſolchen Vorberei⸗ tungen vergangen, und noch immer fehlten Einige. Der Schulze aber erklärte, daß ſie jetzt nicht län⸗ ger warten könnten, rief die Leute in der Stube zuſammen und wollte ſie eben eintheilen, wie ſie nach verſchiedenen Richtungen hin ausgehen und ihnen angewieſene Diſtricte abſuchen ſollten, als der Verwalter in die Stube trat.

Hört einmal, Ihr Leute, redete dieſer die Bauern an,wie mir eben der Gottlieb ſagt, vermißt Ihr den Müllers⸗Tobias ſeit geſtern. Iſt dem ſo?

Ja, Herr Verwalter, ſagte der Schulze, wir wollen eben fort und ihn ſuchen.

Dann geht vor allen Dingen einmal am Bache hinauf, ſagte der Verwalter,Ihr wißt, dort, wo das Waſſer die ſcharfe Biegung macht und die beiden Steine ſtehen, auf denen früher einmal eine hölzerne Bank lag.

Iſt er dort? riefen Einige durch einander. Das weiß ich nicht, ſagte der Verwalter, naber wie ich geſtern Abends dort hinaufging, nach den Kopfweiden zu ſehen, fand ich nicht weit vom Ufer einen alten Hut, der recht gut dem

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