erkennen konnte, dann, ſich zu ſeinem Kutſcher wendend, ſagte er:„Kannteſt Du den Herrn, der da eben an uns vorüberfuhr?“
„Das war der Baron vom nächſten Gute Schildheim,“ erwiderte der Mann.„Vom Dorfe Schildheim, wohin ich Sie fahren ſoll, liegt es kaum zehn Minuten oder ein Viertelſtündchen ent⸗ fernt. Sie wollten wohl den Herrn Baron be⸗ ſuchen?“ 1
„Nein,“ ſagte der Fremde,„überdies bleibe ich einen Tag in Schildheim, und wenn ich ja noch hinübergehen wollte, iſt er bis dahin jeden⸗ falls zurück. Er wird wohl nur auf die Jagd gefahren ſein.“
Die Sache intereſſirte den Kutſcher zu wenig, und er antwortete nichts darauf, hieb dagegen auf ſeine Thiere ein, ſo bald wie möglich aus dem, ihm immer ſchärfer entgegenwehenden Nord⸗ winde und in die warme Stube zu kommen, wo er die Gewißheit eines Raſttages hatte.— Die Pferde griffen tüchtig aus, und bald konnten ſie von Weitem die rothen Dächer des kleinen freund⸗ lichen Ortes und die weite Fläche des See's durch die Bäume herüberſchimmern ſehen. Der Wagen rollte jetzt in dem flachen Thale hin, und der Kutſcher, nach links hinauf deutend, ſagte:„Da


