„Ja, mein Kind.“ „Und ich will ihr gern,“ ſagte Adele herzlich, „die Mutter zu erſetzen ſuchen, ſo weit das in meinen Kräften ſteht. Ich glaube auch mit Ih⸗ nen, Herr Baron, daß ſolche Geſellſchaft einen glücklichen und ſegensreichen Einfluß auf Ihre Tochter ausüben wird— nicht gerechnet das gute Werk, das Sie an der verlaſſenen Waiſe üben.“
„Ich komme jetzt dort in die Nähe,“ fuhr Georg fort,„und werde das Kind wahrſcheinlich gleich mitbringen. Haben Sie die Güte, Alles vorzu⸗ bereiten, daß es hier eine freundliche Heimath findet. Und Du wirſt gut mit Deiner neuen Schweſter ſein, Joſephine?“
„Oh gewiß, Papa, gewiß,“ rief die Kleine, die Hände zuſammenſchlagend,„ich freue mich ſo ſehr— ſo ſehr auf die— Marie!“
„So bleibe denn hübſch brav, bis ich wieder⸗ komme, und folge der Mademoiſelle in allen Din⸗- gen. Sie meint es gut mit Dir. Ich ſelber,“ wandte er ſich dann an die Erzieherin,„werde in drei, ſpäteſtens vier Tagen zurück ſein— le⸗ ben Sie wohl bis dahin.“ Und ſeiner Tochter freundlich zunickend, verließ er das Zimmer. „Wird der Schlitten gehen?“
„Gewiß,“ ſagte der Kutſcher, trotz dem Thau⸗


