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braves Kind und macht mir viele, viele Freude; ich darf das wohl in ihrem Beiſein ſagen.“
„Sie glauben nicht, Mademoiſelle, wie große Freude Sie mir mit dieſer Nachricht machen, und Dir, Joſephine, danke ich beſonders dafür. Leid hat es mir bis jetzt auch immer gethan, daß Du ſo allein, ohne Spielgefährtin, beſonders den lan⸗ gen Winter hier verbringen mußteſt, und ich will Dir jetzt zeigen, daß ich auch dankbar für Dein gutes Betragen ſein kann. Sie werden bald noch einen Zögling bekommen, Mademoiſelle. Der Geiſtliche in Soſtheim iſt geſtorben. Sie wiſſen, er war ſchon ein Jahr Witwer und hat ein Töch⸗ terchen in Joſephinens Alter hinterlaſſen. Das arme kleine Weſen iſt dort von der Gemeinde einer Familie zugetheilt worden, in der es ſich nicht wohl fühlt, ſich nicht wohl fühlen kann. Ich habe deßhalb beſchloſſen, es zu mir zu nehmen und mit meinem Kinde zu erziehen. Meine Frau i*ſt allerdings noch nicht damit einverſtanden und glaubt vielleicht, daß wir dadurch zu große Ver⸗ antwörtlichkeit auf uns nehmen. Sie wird ſich aber leicht darein finden, wenn ſie die liebe kleine Marie erſt kennen lernt.“
„Marie heißt ſie?“ rief Joſephine raſch und erröthend.


