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und fand Elſe allein in der unteren Stube, eben da⸗ mit beſchäftigt, den Tiſch zu decken und dabei zu ord⸗ nen; aber wie freundlich begrüßte ſie ihn und wie gut ſtand ihr dabei das leiſe Erröthen, das ſich wie ein lichter Schein über ihre Züge legte.
„Das iſt hübſch von Ihnen, Herr Pleſſen“, ſagte ſie,„daß Sie die Eſſenszeit nicht ſo pünktlich einhal⸗ ten, oder gar noch zehn Minuten ſpäter kommen, wie es in der großen Welt Sitte iſt, was mir aber nie gefallen hat. Baſe Bomeier kommt auch immer ſo be⸗ ſtimmt fünfzehn Minuten nach der beſtimmten Zeit, daß wir uns, wenn ſie einmal bei uns zu Mittag iſt, ſchon immer mit dem Anrichten darnach vorſehen; aber“, ſetzte ſie dann verſtohten lächelnd hinzu,„ich hätte Sie bei⸗ nahe gar nicht wieder erkannt. Sie ſehen heute ganz anders aus wie neulich.“
„Sie haben Recht, Fräulein Elſe“, lachte Thiodolf, „und ich muß Ihnen geſtehen, ſo ungewohnt ich auch früher in der Arbeitstracht war, ſo kam ich mir jetzt doch, wenigſtens den erſten Tag, wie halb auf einer Maskerade vor, aber man gewöhnt ſich ja raſch an Alles, und heute Morgen that es mir faſt leid, meinen Arbeitsanzug ablegen zu müſſen. Ich habe ihn aber ſorgfältig in meinen Koffer gepackt, um ihn als An⸗ denken mitzunehmen.“


