„Wollen Sie Danneburg wieder verlaſſen?“ frug Elſe und ſah mit ihrem lieben Geſicht beſtürtzt zu dem jungen Mann auf.
„Ich muß, liebes Fräulein“, ſagte dieſer wehmü⸗ thig,„denn meine Arbeit beginnt jetzt. Ich habe geſtern in der hieſigen Zeitung geleſen, daß eine Concurrenz für einen hieſigen Bau, ein neues Gymnaſium, ausge⸗ ſchrieben iſt, und ich fühle die Kraft in mir, da mit einzutreten. Wir müſſen ja Alle arbeiten, um im Le⸗ ben fortzukommen und ich ſelber bin mit Leib und Seele bei meinem Beruf.“
Elſe war recht ſtill geworden; ſie ſah ſchweigend eine Weile vor ſich nieder, endlich ſagte ſie:
„Und wenn Sie nun den Bau bekämen, dann würden Sie zu uns zurückkehren, nicht wahr, und mit dem Vater zuſammen arbeiten?“
Ein leichtes Lächeln flog über Thiodolfs Züge. „Wenn ich einen Wunſch in der Welt habe“, rief er bewegt aus,„ſo iſt es der.“
Jetzt war es an Elſe, zu erröthen, aber glücklicher Weiſe kam jetzt der Vater herein, der ſeinen jungen Gaſt herzlich begrüßte, und genau fünfzehn Minuten nach Eins, wie es Elſe vorhergeſagt, trafen auch Bo⸗ meiers ein und Elſe hatte indeß noch ſo viel zu thun, um Alles zu ordnen, daß ſie kaum fertig werden konnte.


