Stadtſchreiber Sachte, der in der Burgſtraße ein klei⸗ nes, aber recht freundliches Häuschen hat.“
„Der Stadtſchreiber?“ rief Bomeier raſch,„gewiß kenne ich ihn; es iſt noch ein Ueberbleibſel aus der alten Zeit. Uebrigens ſoll er nicht unbemittelt ſein, wenn er ſich auch äußerlich gerade nichts merken läßt. Wohnſt Du bei ihm?— doch natürlich.“
„Ja, ſchon ſeit vier Tagen und ich komme nur jeden Morgen hierher, theils um ein Glas Bier zu trinken, theils um— Du wirſt mich auslachen— mir das alte wunderlich und ſcheinbar zuſammengewürfelte Hintergebäude da drüben zu betrachten, das mit ſeiner verwickelten Bauart einen ganz eigenen Reiz auf mich ausübt.“
„Das alte Gemäuer da drüben?“ lachte Bomeier, —„na, verwittert genug ſieht es aus, und ein neuer Anputz könnte ihm ſchwerlich ſchaden, aber ich begreife nicht recht, wie ſich ein Menſch dafür intereſſiren kann.“
„Und weshalb nicht?“ warf Thiodolf ein.„Die erſten Tage beſchäftigte ich mich damit, und betrachtete es dabei wie eine Art von Rebus, um herauszube⸗ kommen, wie es im Inneren gebaut ſein könne, und alle dieſe kreuz und quer geworfenen Fenſter zu ver⸗ werthen, oder nur zu erreichen, und wenn ich aufrich⸗ tig ſein will, ſo bin ich ſelbſt jetzt noch nicht mit mir


