kennen. Der Vater war alt und kränklich und brauchte
eine Hilfe; die Tochter gewann mich lieb und da ſitze ich jetzt, habe mich in die außerdem nicht ſehr ſchwere Sache tüchtig hineingearbeitet und mit nicht zu großer
Concurrenz faſt mehr oder doch ebenſoviel Arbeit als
ich liefern kann.“
„Alſo ſtatt idylliſchen Gemälden eine idylliſche Häuslichkeit?“
„Beſter Freund“, ſagte Bomeier und wieder war
es, als ob ſich ſeine Schläfe etwas färbten,„was
wir jungen Leute in ſchwärmeriſcher Jugendzeit unter Idyll der Che verſtehen, oder wie wir es uns denken, ſchwächt ſich doch etwas ab, wenn man erſt Frau und Kinder und die Pflicht überkommen hat, auch das täg⸗ liche Brod herbeizuſchaffen. Die Wirklichkeit entſpricht da nicht immer unſerer Phantaſie und das iſt auch recht gut, denn mit dem Schäferſtab in der Hand ſind wir in unſerer hausbackenen und anſpruchsvollen
Zeit doch nicht mehr im Stande, das Leben zu ver⸗
träumen.“
„Ich hoffe doch nicht, daß Du ein richtiger Phi⸗ liſter geworden biſt, Karl?“
„Gewiſſermaßen doch ein wenig; wir werden es Alle mit einander, mehr oder weniger natürlich, wenn wir erſt einmal in das bürgerliche Leben treten,
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