muß ja eine ganz romantiſche Geſchichte ſein. Karl, Karl, Du hatteſt immer ein wenig Anlage zur Schwär⸗ merei.“
Es ſchien faſt, als ob Bomeier ein wenig verlegen und ſogar roth würde, aber ausweichend antwortete er:
„Nun, ſo abgeſchieden liegt Danneburg nun auch nicht von der Welt und ich gebe Dir mein Wort, es iſt ein ganz freundlicher Ort. Wir bilden uns hier unſere eigene kleine Welt und ich wenigſtens befinde mich wohl. Außerdem habe ich aber auch hier mein Geſchäft.“
„Du, ein Geſchäft?“ lachte Thiodolf laut auf,
„und welches, wenn man fragen darf?“
„Ich bin Photograph geworden“, erzählte Jener, „mit der Malerei wollte es nicht ſo recht gehen; ich verdarb eine Menge Leinwand und machte, da ich mich, wie Du weißt, mehr der Idylle zugewandt, wirklich idylliſche, aber keine reellen Geſchäfte. Die Leute fan⸗
den meine Gemälde recht hübſch und beſonders— ein
ganz verzweifelter Ausdruck—„zart gedacht“, kauften
aber nichts, und mit Ausnahme von einzelnen, die ich
mit in eine Verlooſung brachte, behielt ich den Vor⸗ rath auf Lager. Da lernte ich hier in Danneburg, wohin ich auf einer Streiftour nach Studien kam, meine jetzige Frau, die Tochter eines Pbotographen


