ſonſtiger Arbeit auf die Straße kamen, ſich auf die
ſteinernen Bänke vor den Häuſern ſetzten und zuſam⸗ men plauderten oder gemeinſchaftlich die vor ihnen
herumtollenden Kinder überwachten. Gefahr, durch
übermäßiges Fahren heißblütiger Droſchkenpferde ge⸗ ſchädigt zu werden, gab es dabei auch nicht einmal, denn Danneburg beſaß— und ſelbſt dieſe als ſtaunens⸗ werthe Neuerung— nur erſt vier oder fünf Droſchken, die ſich aber ſtrengem Befehle nach nur in einem„ſanften Trab“ durch die Straßen der Stadt bewegen durften.
Fremde kamen ſelten nach Danneburg, einzelue Handlungsreiſende ausgenommen, die für das oder das Haus in den oder den Artikeln„machten“. Dieſe aber reiſten auch noch in der alten ehrwürdigen Art, in der ihre Urväter das gleiche Geſchäft betrieben: nämlich in einem Einſpänner, mit dem ſie in der „Krone“ oder im„Goldenen Löwen“, den beiden einzigen anſtändigen Wirthshäuſern, abſtiegen und die eingeborenen Stammgäſte des alten Orts durch überraſchende Kartenkunſtſtücke und unanſtändige Anek⸗ doten in Erſtaunen ſetzten.
Das Gaſthaus„Zum goldenen Löwen“, das am Marktplatz lag, war eigentlich das eleganteſte und durch einen nothwendig gewordenen Neubau auch mehr in dem neuern Styl angelegt, aber die„Krone“ wurde


