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„Bis dahin, Helene,“ fuhr Rottack leiſe fort, während ſich aber ſeine Stimme mehr und mehr ſteigerte—„hatte ich nur Sie geſehen und hatte Sie geliebt mit einer Leidenſchaft, die Sie ſelber erſchreckt haben würde, wenn Sie ſie hätten ahnen können.“
„Graf Rottack!“—
„Lange ſchon hätte ich auch die leichten Schran⸗ ken durchbrochen, die mich von Ihnen trennten, wenn mich nicht eben jener ſüße Zauber in Feſſeln gehalten, der gerade in dem Geheimnißvollen dieſer Liebe lag. Da— da ſah ich Ihre Mutter— Ihre Mutter, wie ich damals glauben mußte— deren ganze Vergangenheit vor mir lag und— ich konnte nicht anders glauben, als daß Sie den Betrug theilten— daß Sie Mitwiſſerin, Mithandelnde der Täuſchung wären.“
„Helene, was ich damals ausgeſtanden, nur Gott weiß es und der ſtille Wald, und heiße, heiße Thränen habe ich da geweint.— Rang und Stand— Sie trauen mir zu, daß mich das kei⸗ nen Gedanken gekoſtet hätte; ich ſtehe frei und unabhängig in der Welt, und lache der Vorurtheile jener Gliederpuppen, die ſich die Geſellſchaft nen⸗ nen— aber der Betrug fraß mir in's Herz hinein — der Betrug wandelte mir das Blut zu Gift


