Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 282 legte—„iſt das Ihrige— wir ſind quitt, nicht wahr?“ „Aber Herr Graf!“ rief Madame Baulen über⸗ raſcht aus.

„Bitte, kein Wort! Leben Sie wohl!“ und ehe Sie ihm nur eine Silbe darauf erwiedern konnte, hatte er die Thür hinter ſich in's Schloß gedrückt und das Haus verlaſſen.

Aber er lief nicht mehr in tollem Muthwillen wie vorher, ſondern ernſt und nachdenkend ſchritt er zu Rohrlands hinüber, betrat das Haus wieder und ſtand gleich darauf in Helenens Zimmer.

Helene war indeſſen, von ſich drängenden Ge⸗ danken beſtürmt, in ihrem Zimmer auf und ab gegangen. Hatte ſie Recht gethan, ſich dem Frem⸗ den zu entdecken, und gerade ihm, der ſie die letzte Zeit ſo kalt, faſt höhniſch behandelt? Hatte ſie Recht gethan, nicht allein ihr, nein, auch das Geheimniß ihrer eigenen Mutter Preis zu geben? Und was konnte ſie thun? Stand ſie nicht allein, rathlos, hülflos in der Welt? Sehnte ſie ſich nicht nach ein em Herzen, dem ſie vertrauend nahen— zu dem ſie um Troſt— um Hülfe auf⸗ blicken konnte? Und was that er jetzt? Wohin hatte er ſich gewandt? Würde ſie ihn je wieder⸗