Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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—231.

burt mußte geheim gehalten werden. Erſt als ich ihrer Mutter meinen Entſchluß erklärte, nach Bra⸗ ſilien auszuwandern....“ „Vollkommen ohne Nebenabſichten?“ „Vollkommen,“ ſagte Madame Baulen mit Würde—„da entſchloß ſie ſich zu dem Schritt—

den wir vorher reiflich überlegt hatten: ſie mir

nämlich mitzugeben, und ich— holte ſie damals, als ihre Mutter, aus der Penſion ab.“

„Und ihre wirkliche Mutter hat ſie nie ge⸗ ſehen? Iſt es möglich, daß ſich eine Mutter ſo ganz von ihrem Kinde losſagen kann?“

„Lieber Gott,“ ſagte Madame Baulen achſel⸗ zuckend,„die Geſellſchaft legt uns Pflichten auf,

und— in dieſem Fall— ſie konnte doch nicht

ihren Ruf, ihren Mann compromittiren; ihr ganzes häusliches Glück wäre ja vernichtet wor⸗ den.“

„Als ob daran noch Etwas zu vernichten ge⸗ weſen wäre!“ ſagte Rottack bitter—„doch wie dem auch ſei, Frau Gräfin, Sie haben mir einen⸗ Dienſt geleiſtet, erlauben Sie, daß ich mich dafür revanchire— wir tauſchen nämlich Papier um Papier. Dieſes iſt Helenen's Geheimniß— das hier,“ fuhr er fort, indem er eine Banknote

von 500 Milreis vor der Frau auf den Tiſch