Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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fort—„daß es Ihnen peinlich ſei, mich ſcheiden zu ſehen mit einer falſchen Meinung von Ihnen, und doch halten Sie Ihr Vertrauen zurück— geben mir nur Andeutungen, die mich noch ver⸗ wirrter machen müſſen, und ſtoßen die Freundes⸗ hand ſelber zurück, die ſich Ihnen entgegenſtreckt.“

„Herr Graf, ich weiß nicht,“ wehrte Helene ab, denn ein eigenes beklemmendes Gefühl überkam ſie, unter dem ſie kaum athmen konnte.

Felix mochte ahnen, was in dem Herzen des Mädchens vorging. Er ſah ihr treuherzig in's Auge, und dann ihr noch einmal die Hand rei⸗ chend, ſagte er herzlich:

„Glauben Sie in dieſem Augenblick, ich ſei Ihr Bruder, Helene. Schütteln Sie die Feſſeln der Etiquette ab, die uns nur zu oft hindern, den Weg einzuſchlagen, den wir ſonſt für den rechten und guten halten.— Machen Sie mich zu Ihrem Freund, und beim ewigen Gott, Sie haben Nie⸗ manden auf der weiten Welt, der es treuer und aufrichtiger mit Ihnen meint!“

Helene rang mit ſich— zu plötzlich, zu über⸗ raſchend war ihr das Alles gekommen, um ihre Gedanken ruhig ſammeln, um überlegen zu können. Noch nie aber hatte ſie ſo das Gefühl ihrer Einſamkeit übermannt, wie in dieſem Augen⸗