Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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Der junge Mann ſchrak empor, als ob er einen Stich in's Herz bekommen hätte, und als er

ſich wandte, ſtand neben ihm Helene, das liebe

Antlitz fragend zu ihm aufgehoben, während der Glanz der Lichter ihr goldblondes Haar wie mit einem Heiligenſcheine zu umgießen ſchien.

„Sind Sie nicht auch muſikaliſch?“ wieder⸗ holte Helene die Frage, als ſie ſah, daß ſie der Fremde faſt verwirrt anſtarrte, als ob er die Worte überhört hätte.

„Ich?— Nein,“ ſtammelte Felix und biß die Zähne auf einander, daß er ſich, gerade dem Mädchen gegenüber, ſo ſchwach und unbeholfen gezeigt—„nein, Comteſſe,“ wiederholte er feſt, und faſt rauh—„mir träumte einmal, daß ich ſpielen könnte— aber die Zeit liegt dahinten und — ich ſehne ſie auch nicht zurück.“

„und hören Sie gern Muſik?“ fragte Helene weich.

„Nein,“ erwiederte der junge Graf nach einigem Zögern—„Muſik ſollte ein Genuß, eine Erholung für uns ſein, und mir— reißt ſie nur immer wieder alte Erinnerungen und Bilder wach, die beſſer abgethan im Dunkeln ſchlafen. Ich haſſe Muſik!“

„Oder fürchten ſie,“ ſagte Helene ernſt.