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mal ausgebeſſerte— Zipfellappen und eine ſehr große, orangenfarbige Roſe trug. Glücklicherweiſe blieben dieſe Beiden nicht lange die einzigen Gäſte, denn die Unterhaltung wäre unter ſo verſchiedenen Elementen ſehr bald in's Stocken gerathen. Bald danach meldete Jeremias: „Herr Balthaſar Rohrland nebſt Frau Gemahlin, Madame Rohrland.“
Madame Rohrland war ganz das Gegentheil der Frau Paſtorin: ein kleines, rundes, munteres Frauchen, ſehr einfach, aber gar nicht geſchmack⸗ los gekleidet, mit weiter keinem Schmuck, als ihrem Trauring und einer einzelnen Achatſchnur um den Hals.
Rohrland ſelber war ein ſchlichter, praktiſcher Mann mit geſundem Mutterwitze, und er wie ſeine
Frau bewegten ſich vollkommen ungenirt in der bis jetzt noch immer etwas ſteifen Umgebung.
Mit dem Schlage halb Neun erſchien Baron Jeorgy, und zwar grundſätzlich ſtets genau eine halbe Stunde ſpäter, als die an ihn ergangene Einladung lautete. Er war natürlich à quatre
8 épingles gekleidet; ſeine Toilette ließ Nichts zu woiünſchen übrig, und er hätte eben ſo gut damit bei dem Lever irgend eines europäiſchen Fürſten erſcheinen können. Paſtor Beckſtein ſchrak auch


