Teil eines Werkes 
3. Bd. (1864)
Entstehung
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tiren, war dann eine Zeit lang Unterſchaffner an einer Eiſenbahn und wanderte zuletzt nach Bra⸗ ſilien aus. Hier, da er eben keine andere Stellung bekommen konnte, wurde er Geiſtlicher und kan⸗ zelte jetzt ſeine Zuhörer jeden Sonntag Morgen ab. Er hatte wenigſtens, wie der Amerikaner ſagt, the gift of the gab, und mit einer Unzahl citirter Bibelſtellen, die natürlich Niemand nach⸗ ſchlug, gelang es ihm, ſich ziemlich geſchickt in ſeiner Stellung zu behaupten— konnten die Co⸗ loniſten doch auch keinen andern und beſſeren auftreiben. Uebrigens war er, und beſonders außerhalb der Kirche, tolerant genug, viel toleranter wenig⸗ ſtens, als die Frau Paſtorin, die eine ſtrenge Controle über ſämmtliche Kirchgänger in der Co⸗ lonie hielt. Aber auch ſie ſchien das Umgehen der Kirche weniger für eine Sünde gegen Gott ſelber, als für eine perſönliche Beleidigung ihres Mannes zu halten, und vergab es deshalb nie. — Sie ging natürlich in ein ziemlich abgetragenes ſchwarzes Seidenkleid wie eingeſchnürt und ohne Crinoline, mit einer großen, weißen Haube auf, die weiter nichts Merkwürdiges als zwei furcht⸗ bar große, reich geſtickte— leider auch ſchon ein⸗