Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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und Eliſe duldete die Umarmung und lehnte ihr Haupt müde an ſeine Bruſt. Dann machte ſie ſich leiſe von ihm los und ſagte, indem ſie ihn mit einem rührenden Blick voll Liebe und Dank⸗ barkeit anſah:

„So— jetzt iſt mir wohl— ich habe ein⸗ mal an dieſem treuen Herzen geruht, und die Erinnerung dieſes Augenblicks wird mir ein Troſt mein ganzes, langes Leben ſein— und jetzt, Bernard, laß uns ſcheiden.“

„Eliſe...

„Rede mir nicht zu,“ ſagte das Mädchen, in⸗ dem jetzt wieder Leichenbläſſe ihre Züge entfärbte —„mein Entſchluß ſteht feſt— unerſchüttert feſt — ich kann und darf Dir nicht angehören— ich kann und will das Opfer nicht von Dir anneh⸗ men, Dich an das Leben eines Verbrechers zu ketten. Aber das Kind gehört zum Vater, und wie mich Gott geſchützt, daß ich den Augenblick überſtanden, in dem ich Dir das geſagt— wird er mich auch weiter ſchützen auf meiner langen, dornenvollen Bahn. Ja, Bernard,“ fuhr ſie wie verklärt fort, als er ſtumm vor Schmerz vor ihr ſtand—„ich habe Dich geliebt mit meiner ganzen Seele— mit jedem Athemzug, den ich gethan, mit jedem Schlage meines armen Herzens— ich