und nimmer nach Dunkelwerden— wo wollte ſie jetzt hin? Einmal fiel es ihm ein, ob er nicht lieber hinein gehen ſollte und es dem Herrn ſagen; aber der hatte ſeinen Riegel inwendig vorgeſcho⸗ ben, und das Fräulein war eben ſo wenig zu ſprechen. Er ging dann ſelber hinaus vor den Garten, um nach der Madame da draußen aus⸗ zuſchauen— aber ſie war nirgends zu ſehen, und es fing an, ihm ſelber ganz unheimlich dabei zu werden.
Endlich kam Eliſe herunter, um ihre Mutter zu ſprechen.— Das Mädchen kam ihr weinend entgegen, um ihr zu erzählen, daß die Frau fort ſei, und ſo gar ſchrecklich bleich ausgeſehen habe, wie ſie gegangen, und ſo gar große und glänzende Augen gehabt habe. Und kein Tuch hatte ſie mitgenommen, keinen Hut— ruhig und langſam war ſie hinausgeſchritten auf die Straße und dort hinab.
Eliſe ſeufzte tief auf und faßte krampfhaft ihr armes, gequältes Herz— die Ahnung von etwas Furchtbarem kam über ſie; aber ſo viel war ſchon geſchehen— ſo Entſetzliches, daß der Eine Schlag nicht betäubender wirken konnte als der andere. Das Mädchen durfte auch nicht ahnen was geſchehen— wenigſtens jetzt noch nicht,


