Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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„Er ſpricht im Fieber,“ rief die Mutter er⸗ bleichend—„hör' nicht auf ihn— lauf', Eliſe— ſpring' hinaus und ſchick das Mädchen nach einem Arzt!“

„Zurück!“ rief der alte Mann, indem er Eli⸗ ſen's Arm jetzt krampfhaft hielt—„zurück Ver⸗ ſucher, Deine Zeit iſt um.— Länger ertrag' ich's nicht— hat mir ſo ſchon das Herz faſt abgedrückt die langen, langen Jahre über— zurück!“ Und das Mädchen wieder an ſich ziehend, flüſterte er ihr raſch und ängſtlich zu:„Komm mit auf mein Zimmer, Eliſe— komm mit— Du ſollſt Alles — Alles wiſſen— Dir will ich beichten— in Dein reines Herz will ich meine ganze Schuld, meinen ganzen Jammer ausſchütten— dann wird mir wohl— dann wird mir wohl werden!“

„Franz,“ rief die Frau, mit krampfhaft ge⸗ falteten Händen zu ihm aufſchauend—„um Gottes willen bedenke was Du thuſt! Willſt Du das Kind vom Herzen der Mutter reißen?“

„Du haſt kein Herz!“ ſtöhnte aber der alte Mann, die zitternde Hand gegen ſie ſchüttelnd— „geh'— geh'— geh'! Laß mich mit dem Kind allein, ich muß ſprechen— muß endlich ſprechen und für meine Seele Ruhe finden, wenn ich nicht hier und dort zu Grunde gehen ſoll. Komm,, Lies⸗