Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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und hielt den Fremden nur für einen ni der, in ſeinen Hoffnungen und Erwartungen ge⸗ täuſcht, Bitterkeit gegen das ganze Menſchengeſchlecht im Herzen trage, dieſem Gefühle aber auf ſeine ei⸗ gene barocke Weiſe Raum gebe. Es that ihm aber auch wieder leid, daß ſich der Fremde ſeinetwegen Vorwürfe machen ſolle, und er ſagte freundlich:

„Machen Sie ſich deshalb keine Sorge. Sie ſind mir nicht im Geringſten im Wege und ſtören mich gar nicht. Im Gegentheil, es iſt ganz an⸗ genehm, bei der Arbeit Jemanden zu haben, mit dem man plaudern kann, und in der Colonie habe ich bis jetzt leider noch Wenige getroffen, mit denen es der Mühe lohnte.“

Der Fremde richtete ſich langſam auf, ſtrich ſich die Haare aus dem Geſicht und ſagte dann: „Ich danke Ihnen; Sie ſind wenigſtens nachſich⸗ tig mit meinem Geſchwätz. Aber ich will Ihre Geduld auch nicht mißbrauchen— vielleicht ver⸗ treibe ich Ihnen die Zeit auf eine andere Weiſe“— und mit den Worten ſelbſt trat er in das nächſte Gebüſch, und Könnern ſah zu ſeinem Erſtau⸗ nen, wie er von dort eine Violine nahm und ſie ſtimmte.

„Sie ſind Muſiker?“ fragte er.

„Muſikant— ja,“ lachte der Fremde bitter