Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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1N allen Seiten ſich ausſtrecken, nur nach der nicht, wo ſein junger Aufwuchs keimt? Rechts und links davon zweigt er aus, daß keiner ſeiner Arme den ſchlanken Wuchs des Knaben ſtört, aber er ſchützt ihn dabei von beiden Seiten und mit dem eigenen Leibe gegen den Südſturm, der nicht ſelten dieſe Hänge fegt.— Und dort die Rebe, die ſich an den Baum ſchmiegt und von ihm ge⸗ nährt, getragen und gehalten wird— es iſt nicht das Bild der Liebe, wie es auf den erſten Blick erſcheinen möchte— es iſt der falſche Freund, der den Umgarnten hält und in ſeiner treuloſen Umarmung endlich erſtickt.— Aber ich halte Sie von Ihrer Arbeit ab,“ unterbrach er ſich wieder —„das war mein Wille nicht.— Lieber Gott, es iſt doch eigentlich recht traurig, daß ich immer und immer wieder nur allen Menſchen im Wege ſein muß!“— Er warf ſich bei dieſen Wor⸗ ten auf den Stein nieder, lehnte die Stirn auf ſeinen Arm und lag viele Minuten ſtill und regungslos.

Könnern zerbrach ſich noch immer den Kopf, was er aus ſeiner neuen Bekanntſchaft machen ſolle, denn manchmal kam es ihm ſo vor, als ob er es mit einem halb Wahnſinnigen zu thun habe, und dann auch wieder verwarf er den Gedanken