Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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vor hin—„ich darf den Bauern zum Tanz aufſpielen und den Jungen die Griffe lehren und mir die Ohren zerreißen laſſen, wenn ſie mit den dicken, gefühlloſen Fingern auf allen Saiten zu⸗ gleich herumtappen“— und damit ſtrich er wild in die Saiten, bis ſich ſein Aerger in den Tönen des eigenen Inſtrumentes milderte, und er zu einem weichen, meiſterhaft geſpielten Adagio ein⸗ lenkte.

Könnern lauſchte entzückt dem Spiele des Fremden, und als dieſer endlich innehielt und ſein Inſtrument in tiefen Gedanken neben ſich auf den Boden ſtemmte, ſagte er freundlich:

„Sie ſind mehr als Muſikant, mein lieber Freund, und wie Sie ſich auch hier Ihr Brod verdienen müſſen, Ihr Spiel verräth den Künſtler.“

„Künſtler,“ lachte der Fremde und warf ſich die Haare wieder aus der Stirn—„es iſt ein wunderlicher Name, und ich habe mir ſchon oft den Kopf darüber zerbrochen, weshalb man der⸗ artige Leute Künſtler nennt— doch wohl nur deshalb, weil ſie ſich mit einem ſolchen Inſtrumente nur höchſt künſtlich am Leben erhalten und vor dem Verhungern ſchützen kön⸗ nen. Künſtler— der Name hat etwas Vogel⸗ freies in der Bedeutung, ſelbſt in dem Doppel⸗