Teil eines Werkes 
2. Bd. (1864)
Entstehung
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zu thun? Liegt nicht die Wirklichkeit um uns her ſo wunderbar ſchön— viel ſchöner, als ſie uns ein wirrer Traumgarten bieten könnte?“

„Ach, ich träume immer ſo ſchwer!“ ſagte der Mann mit einem recht aus tiefſter Bruſt heraus⸗ geholten Seufzer, indem er mit der flachen Hand ſeine Stirn preßte—„und wenn ich dann auf⸗ wache— aber Sie haben Recht,“ brach er kurz ab.„Zum Orkus mit den Träumen! Wir wollen uns lieber mit der Wirklichkeit beſchäftigen, die uns. ja auch nur wie ein Märchentraum umgiebt. — Sehen Sie hier, da hat ſich der dünne grüne Stiel mühſam aus der engen Felsſpalte heraus⸗ gearbeitet, nur um ein einziges rieſengroßes Blatt zu treiben, und da der Cactus— ſehen Sie den Cactus an— ſind Sie wohl im Stande, ſich eine vegetabiliſche Katze zu denken?— Das iſt eine. — Sehen Sie, wie jener Cactus auf den vom Sturme geworfenen jungen Stamm geſprungen iſt und ſich daran feſtgeklammert hat. Die Wurzel des armen Baumes hängt noch zum Theil im Boden und er hätte daraus Jahre lang ſeine Nahrung ziehen und ſeine Schößlinge nach oben treiben können— wie es mancher arme, umge⸗ worfene Baum thun muß— aber nein, der Cactus ſprang auf ihn; ſehen Sie, wie er ihn überall

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