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Spaße“ dann und wann und auf unſerer Stube ebenfalls arbeiten, ſo iſt das etwas ganz Anderes. Auch Damen der höchſten Stände in Europa haben zu ihrer Unterhaltung Handarbeiten betrieben, Blumen, Pappſachen, Verzierungen auf Glas⸗ und Holzwaaren und tauſend andere Dinge gemacht. Wir hier brauchen ſolche Sachen nicht, und wenn wir dafür Cigarren machen, kann Niemand etwas Ungehöriges darin ſehen. Selbſt der Baron fand das in der Ordnung.“
„So haſt Du ſchon mit ihm darüber geſprochen?“
„Ja,“ ſagte die Gräfin nach einigem Zögern— „vor mehreren Tagen kam einmal das Geſpräch darauf.“
„Und wird er ſich dabei betheiligen?“ fragte Helene ſchnell.
„Nein,“ erwiederte die Gräfin wieder zögernd; „der Mann war ſtets zu unpraktiſch. Er hat nicht
den geringſten Sinn für ein wirklich nutzbringen⸗
des Unternehmen, und da iſt es auch viel beſſer,
daß man gar nicht mit ihm beginnt; man hätte
ſonſt ewig nur Klagen und Vorwürfe zu hören.“ „Und wer ſonſt— meinſt Du— würde auf
einen ſolchen Plan eingehen?“ fragte die Tochter
und ſah ihre Mutter ſcharf dabei an.
Die Gräfin hatte ſich halb abgewendet und be⸗


