Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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dert Milreis, und mit dem vornehm aber wir wollen uns nicht zanken, brach er kurz ab,des⸗ halb bin ich nicht hergekommen. Ich mag mit keinem Menſchen Streit haben, am wenigſten mit meinen Miethsleuten ſo weit's eben geht alſo nochmals, Nichts für ungut, Frau Gräfin, und ſorgen Sie dafür, daß wir die Sache am Samstag in's Klare kriegen, ſonſt läßt ſich's eben nicht länger vermeiden und müßte Ihnen doch fatal ſein. Wünſche Ihnen einen recht angenehmen Morgen und mit einer kurzen Verbeugung und einer Schwenkung des rechten Armes drehte er ſich um und ſtieg langſam wieder die Treppe hinunter. Die Gräfin hatte ſeinen Gruß ſehr kalt er⸗ wiedert und blieb, als er ſchon lange das Zim⸗ mer verlaſſen, noch immer in finſterem Brüten auf derſelben Stelle ſtehen. Sie hatte die Arme ge⸗

kreuzt und ſtarrte nieder vor ſich auf den Boden,

als die eine Seitenthür aufging und Helene eintrat.

Sie ging ſtill an der Mutter vorüber zu dem nächſten Fenſter, wo ein Buch lag, das ſie nahm und aufſchlug aber ſie las nicht darin. Ihre Blicke hafteten wohl auf dem Drucke, doch ihre