— 44
delte, theils eine Pfanne ziſchte. Selbſt im Hofe loderte ein ſtattliches Feuer, um den übrigen Kochgeſchirren Raum zu geben, denn heute war ja Sonntag, und die Deutſchen feierten dieſen, genau wie daheim, mit Eſſen und Trinken.
Könnern, im Augenblicke ohne weitere Beſchäf⸗ tigung, trat dort hinein, ohne daß die Leute jedoch beſondere Notiz von ihm genommen hätten. Ein paar alte Frauen ſaßen auf den Kiſten in der Ecke und laſen in ihren Geſangbüchern; die Mädchen und jungen Frauen waren faſt alle mit ein oder der andern Arbeit für die Küche be⸗ ſchäftigt, und die Männer lagen zum Theil aus⸗ geſtreckt auf den Matratzen oder auch auf dem nicht gerade überreinlichen Boden und rauchten ihre kurzen Pfeifen. Tabak war billig hier, und ſie konnten ſich dem Genuſſe mit unbeſchränkter Leidenſchaft hingeben.
„Nun, Leute, wie geht's?“ redete Könnern einen der Männer an, der beide Beine von ein⸗ ander geſtreckt hatte und, ein Bild der höchſten Zufriedenheit, flach auf dem Rücken lag. Nur den einen Arm hatte er als Kiſſen unter den Kopf geſchoben und ſah den eigenen Rauchwolken nach, die er mit Macht gegen die Decke blies; „Ihr ſcheint Euch hier ganz behaglich zu befinden?”“


