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Blau Wasser : Skizzen aus See- und Inselleben / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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Käpitän für ſie in Händen hat, im Stich zu laſſen genöthigt ſind, um nicht wieder mit hinaus auf das öde Meer, um nicht wieder dieſe Küſten verlaſſen zu müſſen, ſo trauen ſie ihrer Mannſchaft doch nimmer⸗ mehr. Wo ſie einmal an ſolcher Inſel anlegen müſſen, brauchen ſie jede nur mögliche Vorſicht, und diejenigen von den Matroſen, welche nicht das Boot mit rudern, dürfen das Land gar nicht betreten.

Auf ſolche Art ſehen dann die armen Teufel von Matroſen von dem wunderſchönen Land, das ſie nach langer Fahrt zu betreten hoffen, gewöhnlich unendlich wenig. Vor ihnen rauſchen die Palmen und fließt der murmelnde Quell unter fruchtſchweren ſchattigen Zweigen hin aber nicht für ſie. Was hilft es ihnen, daß ſie dem Namen nach fremde Länder be⸗ ſuchen? Wie der Gefangene aus dem Fenſter ſeiner Zelle die grünen Felder und die darauf ſchaffenden freien Menſchen erkennen kann, ohne hinaus zu ihnen zu dürfen, ſo lehnt der Matroſe an ſeinem Bord und ſchaut ſehnſüchtig nach dem wundervollen Schauſpiel hinüber, das ſich ſeinen Augen bietet. Er mißt vielleicht mit einem verzweifelten Blick die Ent⸗ fernung zwiſchen Schiff und Land, das möglicher Weiſe mit Schwimmen zu erreichen wäre, während er die Unmöglichkeit kennt, es zu gewinnen, bevor er