Ketten, oder unter dem Schwert des Henkers. Aber er blieb von da an ſpurlos verſchwunden, Helmine ward endlich ruhiger, und Jahre ver⸗ gingen ihr in der ſtillen zufriedenen Lebensweiſe die ſie gewaͤhlt hatte, ohne irgend ein widri⸗ ges Schickſal. Ihr Theodor war mitgezogen als die Vertheidigung des Vaterlands ſeine muthigſten Soͤhne aufrief, und die reizende, der Mutter aͤhnliche Angelika ſtand in der viel⸗ verſprechendſten Bluͤthe der Schoͤnheit und Ju⸗ gend, beide waren ihr Stolz, ihr Gluͤck, ihr Troſt, ihre Freude.
Da goß der Krieg auf einmal ſeine Zorn⸗ ſchaale auch uͤber die einſame Gegend aus, wo die Baronin ſo lange ruhig gelebt hatte, und zwang ſie, ſich mit ihrer Tochter in die Reſidenz zu ihrem Bruder zu fluͤchten.
Um und neben dieſer wuͤthete der Wuͤrg⸗ engel der Schlacht, und auch das Haus des Grafen war mit Verwundeten faſt immer uͤberfuͤllt, denen die Frauen ihre zarteſte Sorg⸗ falt zu weihen bemuht waren. Helmine hatte
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